Was seid ihr Worte für mich?

Dies war ein leuchtend heller Tag.

Ich hab' mir Urlaub genommen für heute. Ich frühstückte im Sonnenschein im Schlossgarten Stuttgarts. Für Regenerations-Training wählte ich Schwimmen im Freibad aus. Mein Bruder wohnte mir bei und es wurde viel gesprochen. Den Sonnenschutz hatte ich ganz vergessen, bin krebsrot am Rücken. Habe wieder viel Gitarre gespielt. Ich will besser werden. Einkaufen ging ich heute kurz vor Mitternacht in Shorts und Trägershirt.

Dies war doch ein schöner Tag.

Ich bin noch immer unglücklich.

Seit November 2015 habe ich eine Zeit voller Tänze auf Clubs und Partys durchlebt. In den ersten Monaten war ich in der schwarzen Szene unterwegs. Ich kam vom Future Pop und EBM zum Aggrotech und von dort in die Techno- und House Szene. Ich habe so viel getanzt in den letzten anderthalb Jahren. Ich habe getanzt, bis ich keine Luft mehr bekam. Ich habe getanzt, bis in meine Muskeln sich nicht mehr bewegen konnten, weil ich nicht schnell genug Sauerstoff aufnehmen konnte. Jede Nacht endete damit, dass ich klatschnass und zufrieden das Event verließ. Ich kam immer früh und tanzte drei bis vier Stunden durch. Szenetänze, Melbourne Shuffle, Rebolation. Und das, ohne jemals irgendwelche Substanzen einzunehmen.

Nachdem ich Lara verloren habe, war dies mein Kompensat. Tanzen ist wie singen, weil es mich ähnlich glücklich macht. Vielleicht, weil ich mich damit auch ausdrücken kann. Es strömt aus mir, was in mir war. Ich vernichte mich selbst bis zur Erschöpfung, so oft es geht; seit ich alleine bin. Und wenn mir das Tanzen dazu nicht dient, ist es der Sport. Mein Körper ist zweimillionenmal schwächer als meine reißenden Gefühle, spätestens dann, wenn meine Muskeln bei diesem letzten Klimmzug versagen, aber mein Inneres noch zetert und wütet.

Ich bin eine Körper-Seele-Einheit. Und ich muss mich fertig machen, immer wieder erneut.

Seit sie weg ist, ist mein Leben vollständig verändert worden. Ich bin alleine. Ich habe vieles ausprobiert an neuen Dingen. Ich habe gelernt, dass es glücklich macht, neue Sachen zu machen. Immer dasselbe zu praktizieren ist der Tod und das Unglück. Ich bin weiterhin alleine. Ich habe Angst, weil ich glaube, dass etwas mit mir nicht stimmt. Ich bin nun lange alleine und zum ersten Mal in meinem Leben ist irgend etwas daran anders. Ich glaube, ich muss diesen Weg alleine weitergehen, bis zum Ende. Ich habe wenigen Auserwählten von meinem Weg erzählt. Was nun folgt ist das Verständnis dafür, dass ich ihn alleine gehen muss. Ich bin imposant geworden auf diesem Weg und ich habe viel gelernt. Ich werde besser werden, und ich werde Kunst schaffen. Es dauert, aber es geht voran. Ich werde niemanden mehr finden, der mich versteht. Und ich bin alleine noch immer unglücklich. Ich dachte es würde sich ändern. Aber ich verstehe nun, dass ich vor mir selbst nicht fliehen kann. Wie sehr ich mich auch immer weiterentwickeln werde, ein großer Teil meiner Seele ist ein sternenbehangener Firmament, angefüllt mit Schwermut. Und das große Glück in mir trennt sich davon durch eine unsäglich kontrastreiche Grenzlinie, denn die Übergänge von Schwermut zu Glück gleichen einem Fortgespültwerden von einer allzukräftigen Woge.

Ich habe gerade das Gefühl, dass ein schwarzes Loch in mir viel kleiner wurde.
Was seid ihr Worte für mich?

17.5.17 01:50


Die in my arms tonight

Der Himmel ist erfüllt von Dir. Aus meinen Händen stiegst Du empor und erhobst Dich in schwindelnde Höhen. Der Wind erzählt von Dir. Was von Dir bleibt, schließt mich in die Arme und erfüllt meine Lungen. Du erblühst gleißend hell in unerreichbarer Ferne. In der Dämmerung beginnt Deine Sphäre aus Licht zu flackern.

Du gehst hernieder und kehrst zurück

um heute Nacht in meinen Armen zu sterben.

4.11.16 00:20


Aufbruch

Das Leben ist ein Rollenspiel.

Was? ...

Und da dem so ist, bemerke ich, dass ich mich noch immer am Startpunkt befinde.

Das hört sich nach Zeit an, die für immer Verloren ist. Es betrübt mich.

Mein Herz schreit danach, ihn endgültig zu verlassen.

Was diese Stimme spricht kommt mir so vertraut vor.

Habe ich Angst vor der Welt, da ich noch immer hier verweile?

Ich weiß es nicht genau. Ich hatte damals diese Angst. Sie ist bestimmt noch immer in mir; im Unterbewusstsein.

Ich weiß es nun: Du bist ich vor 3 Jahren. Ich war 25 Jahre alt, war ergriffen von dieser Trauer. Es war dieses Haus, dieses Zimmer und diese Erinnerungen. Es war die Gefangenheit in Filmen und bewegten Bildern in meinem Kopf; gepaart mit der Erkenntnis der Realität. Was war wich dem was kam. Zugehörigkeit wich der Einsamkeit.

Liebe Stimme, ich erdachte Dich genau in diesem Zimmer. Es ist das Zimmer in welchem ich mich jetzt gerade befinde. Es steht leer. Es ist trostlos. Es gab für mich keine Lösung. Ich war für mein Begreifen dazu verdammt immer mehr Zeit zu verlieren, bis es zu spät für mich ist.

Ich möchte Dir nun etwas mitteilen. Du kannst nun gehen. Die Seufzer deines Echos, die mich stets verfolgten sind verblasst. Lege Dich zur Ruhe. Ich habe die Reise meines Rollenspiels begonnen. Ich habe eine Wohnung in Stuttgart und bin nur noch zwei, drei Tage hier. Mein Bachelor Studium habe ich in einem Jahr komplett abgeschlossen. Ich verlasse Dich nun und halte nicht mehr an Dir fest

Ich bin fertig mit diesem Ort. Ich bin der letzte Zurückgebliebene, welchem er noch etwas bedeutet hat.

8.10.15 01:09


Leben

Ich bin Leben; mit jedem Atemzug.
11.7.15 02:43


Irgendwann finde ich mich selbst

Meine Welt ist so groß wie meine Augen reichen.

Die Ferne hat sich abgeneigt und mir den Rücken zugedreht. Ich dringe nicht mehr zu meiner Inspiration durch.
Vor diesem Tor zur Außenwelt bietet sich mir ein trister und karger Anblick. Was ich zu sehen meine gleicht einem Trugbild; so statisch, unbeweglich und kalt fühlt es sich an. Es ist still. Der Frost ergreift alles was er erhaschen kann mit seinen knochigen Fingern. Die Texturen vor meinen Augen sind mit einer weißen Schicht überdeckt, wodurch es ihnen nicht mehr gelingt sich ausreichend voneinander abzuheben.

Oft zeigte mir das Tor großartige Szenerien; tiefe Farbverläufe umhüllt von dichten Nebeln. Darin gab es sachte Konturen und Linien zu erkennen. Doch heute ist die Welt dort so unwirklich, dass ich zu bezweifeln beginne ob sie überhaupt noch existiert. Und wenn ich die Arme ausbreitete und durch das Tor trat um mich mit den Beinen weit abzustoßen, so landete ich wahrscheinlich im ewigen Nichts. Vielleicht landete ich jedoch dumpf und schwer und endete als ein Teil dieser Welt.

Was auch immer es sein mag, es blockiert meine Gefühlswelt. Mein Inneres wird stumm. Und ich realisiere viel zu spät, dass ich längst ein Teil dessen gewesen bin was ich hinter jenem Tor beobachtete. Ich werde das nicht zulassen.

Bald werden meine Träume Inspiration. Meine Gefühle werden Melodien. Ich werde mich auflösen und in diese Welt entsenden.
Und dann wird sie sicher wieder erwachen.
22.1.15 00:58


Die Flammen unseres Lebens

Die Hitze bricht aus meinem Körper heraus. Jedes Leben ist eine Flamme.
Ich lodere. Eines Tages werde ich erlöschen.

Dies ist die absolute, unumstößliche Gerechtigkeit. Ich darf leben und muss dafür einmal sterben.
Die einzige Alternative ist, niemals gelebt zu haben. Hätte ich je die Wahl gehabt, hätte ich das Leben gewählt.

Auch, wenn das Leben voller Schmerzen ist. Einsamkeit fraß mich auf.
Du bist bei mir. Ich kann so tun als wäre es mir gleich, wann ich Dich sehe. Dabei muss ich mich zurückhalten, Dich an mich zu pressen und niemals wieder loszulassen. Durch Dich fand mein Herz ein Zuhause, nachdem ich einen Weg beschritten habe auf welchem ich die Einsamkeit besiegen wollte. Du weißt vielleicht nicht wie sehr ich Dich liebe.

Wir sind gleißend und feuerrot. Wir kamen zur Welt und werden eines Tages erlöschen.
Doch bis dahin will ich nichts außer Deine Hand zu halten.
L.
27.2.14 02:32


Wehmut?

Die unzähligen Texte die ich bisher schrieb sind voller Nostalgie und Wehmut. Gedanken an die Vergangenheit und daran was mir fehlt. Ich badete darin. Es war ein Umgeben mit Gefühlen längst vergangener Tage. Und der Hang dazu ist wohl eine meiner Eigenschaften. Es ist ein Problem, wenn man sich darin verliert. Das Gefühl für das Wesentliche verschwindet.

Ich habe etwas erkannt. Und daher will ich nun mich selbst zitieren, ein Gedankengang der mir urplötzlich durch den Kopf ging.

„Wer an seiner Zukunft arbeitet, der verliert die Empfänglichkeit für die Gedanken der Vergangenheit; er gewinnt sein Glück zurück.“


Hiermit verabschiede ich mich in eine Zeit voller Glück und Veränderungen. : )
6.10.13 22:02


Empfindung

Was bedeutet es, sich selbst zu spüren?
In meinem Unterbewusstsein haben sich Gedanken eingeschlichen, und Ängste. Ängste, dass ich mich selber nicht mehr spüre; körperlich, moralisch, emotional oder geistig. Obgleich dies gar keine mir bekannte Herkunft zu haben scheint. Das hat so viele Fassetten. Und obgleich es so vielschichtig erscheint, finde ich mich jeden Tag erneut in dieser profanen Szenerie wieder: Ich kneife mich, oder kratze mir über das Gesicht, um zu merken ob ich noch etwas spüre. Was ist mit mir? Ich suche danach, dass etwas mit mir nicht stimmt.

Gerade habe ich mein Herz gespürt. In dieser Zeit. Da bist Du ja wieder, Herz. Es flüsterst mir ein Gefühl zu. Ich spüre Dich.
Es schmerzt sehr, dieses Gefühl. Du hast geweint wegen mir. Ich habe Dir weh getan.
Und Du bist die Hoffnung. Und Du bist der Grund warum ich mich selbst spüren kann. In einer Zeit wie dieser.

Denke nicht nach. Sei Du selbst in Deiner reinsten Form. Ohne Vorbehalte. Losgelöst von Deiner Vergangenheit. Mit mir. Die Vergangenheit möge für uns nicht mehr sein.
Denn wir sind die Zukunft.

L.
18.9.13 01:42


Gewissheit

Holz und Scharniere. Lediglich ein Spalt ist es, welcher mich mit der Athmosphäre von draußen verbindet. Das ist wichtig für mich. Ich sehne mich danach mit der Welt verbunden zu sein; mit einer höheren Existenz. Ich kann nicht abgeschnitten sein.
Dieser Raum gleicht einer schwarzen Leere. An einer Wand sind diese zwei Dreiecksfenster, welche vom Boden bis zur Decke eine Pyramide bilden. Wie eine alte Projektion oder ein Tor zu einer Anderen Welt ist diese Pyramide das einzig Sichtbare. Das Tor saugt meine Blicke und meine Gedanken durch sich hindurch. Es zeigt mir graue Flecken und Silhouetten. Tanzende Lichter an tristen, grauen Flächen. Ein Gemälde voller Vergänglichkeit und Unsterblichkeit.
Ein Rauschen ist zu vernehmen. Ohne Erfahrung und Schlussfolgerung, ist dessen Herkunft nicht zu bestimmen. Ist es ein permanenter Wind, welcher über mich hinwegfegt? Ist es das Rauschen eines alten Radios? Nichts dergleichen. Es ist ein Regenschauer. Er lässt mich teilhaben an seiner eigenen Ästhetik.

Deinetwegen habe ich nachgedacht. Ich habe Fehler gesucht. Fehler an mir, Fehler an dir und Fehler an uns. Ich habe mir in Erinnerung gerufen, dass keinerlei Fehler von Belang sind. Wir waren bisher immer füreinander da. Ich selbst würde mich nie verraten. Ich würde Dich nie verraten. Ich glaube an wichtige Existenzen in mir selbst. Ich glaube an meine Moral und an mein Gewissen. Und ich werde regiert von meinem Stolz. Als ich das erste Mal ausgesprochen habe, dass ich für Dich da bin, so war dies endgültig für mich. Daher würde ich nie, niemals zu einer Person so etwas sagen, wenn ich es nicht mit jeder Faser meines Körpers wüsste, dass ich das einhalten will und einhalten kann. Für mich sind dies heilige Worte. Sympathie reicht nicht für mich aus, um für jemanden da zu sein. Bei Dir war ich mir sicher, vom ersten Moment an. Das wird sich daher nicht ändern.
Und die Wolken taten sich auf und ein Schauer ergoss sich erneut über dieses Gemälde. Es hat mich erschreckt. Ich bin mir deiner emotionalen Welt gewiss. Nein. Ich bin mir zumindest des Zustandes deiner emotionalen Welt gewiss. Auch diese ist nicht stabil, so wie die Meinige. Nur aus anderem Grund.
Mein Herz hat etwas bemerkt. Ich weiß nicht was es ist. Die zentrale Frage in mir ist, ob ich Dir noch genüge.
Nur du kannst mir helfen und Gewissheit verschaffen.

Du hast mir Gewissheit verschafft. Du hast gekämpft dafür und mir am Ende soviel gegeben.

31.5.13 01:41


Die Zeit ist gekommen

Schon immer liebte ich Musik, die mich berührte. Musik mit emotionaler Substanz. Selbst vor vielen Jahren, als ich es noch nicht bestimmen konnte, was das Wesen der Kunst ist. Was das Wesen meiner Kunst ist. Es hat sich bis heute nicht geändert, dass mich manches berührt. Ich habe jedoch mit den Jahren gelernt woher die Substanz rührt.
Ich habe viele Musikstücke geschrieben in den vergangenen Jahren. Diese halten meine momentanen, flüchtigen, emotionalen Zustände fest und transportieren diese. Doch das ist mir nicht substanzvoll genug. Ich will den Emotionen einen Kontext geben. Und meine Kunst vollkommen machen.
Die Zeit ist nun gekommen, dass ich Texte die ich schrieb in Songs verwandele. Meine Emotionen bekommen ihren Bezug zurück.
Ich werde ein großartiges Album schaffen. Voller Athmosphäre. Voll mit schmutzigen Klangwänden, unter welchen sich eine geballte Ladung Emotion versteckt. Ich greife nun wieder einmal zur Gitarre. Doch dieses Mal mit einer Vision statt einer Idee.
28.5.13 03:00


Ein Blau so tief und schwer

Es ist ein Blau so tief und schwer. Und in dessen Tiefe sich gleißende und flammende Gaskugeln befinden. Ist dieser Raum voller Leere, oder erfüllt ihn Dieselbige, sodass sie dadurch zu einem Volumen wird? Also bestaune ich dieses tiefe Unvolumen.
Ich erblühe und verrote, so wie wir alle. Meine Existenz ist klein genug, dass sich die Tiefe des Raumes meiner nicht bewusst wird. Vielleicht vergehe ich. Nicht aber das was ich erschaffe. Es wird unveränderlich sein. Noch weniger wird die Tatsache ansich, was ich alles geschaffen habe, veränderlich sein.
Ich scheine noch immer weitaus weniger beweglich zu sein, als ich es mir einst schwor. Ich habe gelernt, dass mein Zuhause da ist wo auch mein Herz ist. Sobald ich kann werde ich die Gedankenwelt von der Ferne ein Teil meiner wirklichen Welt werden lassen.
Ich materialisiere die Gedanken. Sie werden meine Realität und mein Schicksal.

Wenn du nicht dazu gemacht bist etwas zu erschaffen, warum sind deine Arme dann nicht halb so lang?
Ich liebe mich so sehr, niemals würde ich mich verraten.
8.4.13 00:25


Hier und jetzt beginnt die Schwärze

Viele Kontakte. Nicht allzulange ist es her, dass man mit ihnen sprach. Vielleicht drei oder vier Jahre. Belanglose Bekanntschaften. Doch herrscht wie immer Stille. Man sieht sie online, und beobachtet sich selbst dabei, wie man es vermeidet sie anzuschreiben. Wir laufen aneinander vorbei. Ich will nicht einmal grüßen.
So geht es nicht. Diese Eigenschaft bringe ich mit mir. Allein zu sein. Meine Ausstrahlung zieht Menschen nicht an, was nicht an meiner bewussten Einstellung sondern viel mehr an meiner Art zu sein liegt.

Und so verschwinden erneut die Gesichter, mit denen man immer wieder nette Gespräche hatte im Nebel. In einer Welt voller sich selbst Betäubenden lasse ich mich das ungebändigte Alleinsein abermals intensiv spüren.

Muss ich akzeptieren, dass ich im Kindesalter schon einen Weg eingeschlagen habe, auf welchem ich andere Gesichter nur flüchtig wahrnehmen kann? Immer und immer wieder verschwinden sie kurzer Hand. Und nichts hält sie an mir fest. Das bedeutet, meine Art und meine Ausstrahlung bilden eine Konstante. Und ich kann diesen Weg nun nicht mehr verlassen.

Meine Liebe hat aus diesem Grunde eine außergewöhnliche Bedeutung für meine Seele. Ich verlange viel, mehr als andere. Denn meine Seele ist hungrig.

Ich muss noch immer lange ruhen.
Hier und jetzt beginnt die Schwärze.
17.2.13 04:58


Erwachen

Langsam erwache ich aus einer Gedankenstarre.
Mein Geschick ist nun ein Anderes. Du verändertest meine Zukunft. Du bist eine gleißende Erscheinung in der starren Dunkelheit meines Bewusstseins. Die Erschütterung in mir, ausgelöst durch Dich, beginnt nun, dieses meine Bewusstsein langsam in Wogen zu versetzen.
Meine Augen waren geöffnet, doch konnte ich es sehen? Ich schließe die Augen. Und ich öffne sie abermals.
Du stehst vor mir. Dein Licht erreicht mich. Ist dieses Glück für mich? Du gehst mir nahe. Es stehen mir Tränen im Gesicht.
Kann es sein? Wird es fortan währen?

Ich habe mein Glück gefunden, aber nur du kannst mir dabei helfen, es zu halten.
Ich will es nicht verlieren. Und zum ersten Mal seit Langem setze ich mich wieder dieser Angst aus. Und zum ersten Mal seit langem ist es mir nicht egal.
19.12.12 00:08


Vereint im Geiste

Für immer werde ich der einzige Mensch sein, der weiß wie es ist. In mir zu sein. Aus mir zu sein. Durch mich zu sehen und zu fühlen. Unsere Geister können sich vereinen. Du kannst ein Teil von mir sein. Bist du dazu imstande? Bin ich dazu imstande? Wieviel teilen wir uns? Was ist dein Begehr?
Gib mir Echtheit. Wisse, ob du ein Teil von mir werden willst oder nicht. Und dann wird geschehen, was für uns beide das Beste ist.
5.12.12 00:18


Zehrende Unbestimmbarkeit

Etwas Unbestimmbares zehrt an meiner Selbst. Seit je her brodelt mein Unterbwusstsein gleich dem Innern eines Vulkans, doch zehrte dies zu keiner Zeit an meinen Kräften. Verlust. Einsamkeit. Trauer. Manches reißt und zerrt an meiner inneren Ruhe, jedoch hat mich dies nie körperlich beeinträchtigt. Ich schlafe schlecht. seit Wochen bin ich nachmittags oftmals todmüde.
Schließe die Augen. Atme tief. Atme, bis die Brust bis zum Bersten gefüllt ist. Spüre das pulsierende Leben. Fühle den Wind auf der Haut.

Sprenge diese Fesseln!
27.11.12 01:05


Ich tauche in den Herbst hinein

Der von rotgoldenem Licht durchdrungene Schleier liegt auf den Dächern. Mit jedem weiteren Meter himmelwärts lichtet er sich zusehends. Und ein klarer Nachthimmel bildet im farblichen Komplementärkontrast das passende Gegenstück. Nichts davon ist fassbar. Nichts davon ist erreichbar. Die Ferne entsendet einen eiskalten Lufthauch, welcher mir über die Haut fährt.
Viele Dinge sind nicht fassbar. Auch jene nicht, über welche ich jetzt zu entscheiden habe. Es gibt einen Menschen, welcher mit Hingabe an meinem Leben teilhaben möchte. Es verlangt dir danach zu wissen, wer ich bin und wie es mir ergeht. Du möchtest an meiner Seite stehen und gehen. Es wurde meine Sehnsucht nach deiner Hingabe geweckt. Ich will mit dir sein. In meinem Inneren brennt die Hoffnung danach, dass deine Hingabe noch lange währt.
Du und unser Herbst. Ihr inspiriert mich. Ich werde an einem Gemälde für dich arbeiten.
Mein Herz.
19.11.12 00:50


Bewusstsein

Das Leben ist zu spüren durch Anstrengung, durch ausdauernden Sport. Durch Laufen, durch Schwimmen, durch den Kraftverzehr. Die Hitze und das Verbrennen sind die Essenz. Danach betrete ich die Welt.

Die Iris wird enger. Und mein Blick ist klar. Und meine Sicht ist geschärft.
Ich atme das Leben. Ich erfahre wie es schmeckt. Ich erkenne wie es riecht. Jede Nuance bin ich detailliert zu erfassen imstande. Ich ergreife den Wind. Ich stämme mich in die Erde. Ich bin eins mit der Natur.

Nun liege ich hier. Meine Mähne liegt mir im Gesicht. Die Welt ist weiterhin zu erforschen. Ich erblicke die Natur. Seit einiger Zeit spüre ich endlich das Leben, doch die Sehnsucht nach dem Unbekannten ward dadurch nicht gestillt. Habe ich einen Grundstein gelegt? Ich bin nicht dafür gemacht zu sein wo ich bin.

Brich aus mit mir! Hinfort mit uns!

Unsere Leben sind wie ein kurzer Atemzug einer höheren Lebensform. Es soll uns dort hin verschlagen, wohin unsere Natur uns treibt.

Und durch dich habe ich das Leben noch viel intensiver gespürt. Du bist Ort meiner Ruhe. Du bist Tempel meiner Verehrung. Du bist Stimulance meiner Begierde. Du lässt mich animalisch werden, L.
Was bringt uns die Zukunft? Wofür auch immer du dich entscheidest, ich machte dir keine Vorwürfe. Nichts währet ewig. Aber hier und jetzt sollst du mein sein. Und wir werden es genießen.

Please let the rain
fall down on me
Please let me feel
the miracles of life
4.11.12 23:30


Inspiration

Ich bin beflügelt. Voller energischer Kreativität. Ich fühle mich als sprudelte es jeden Moment aus mir heraus. Ich würde mein Maul aufreißen und eine Fontäne voller unmanifestierter Emotionen überflutete alles um mich herum. Ich brauche meine Gitarre, mein Schlagzeug und einen Sequenzer. Ich will Musik schreiben, die Dich meine Rage und meine brennende Hingabe fühlen lässt. Es würde Dir auf der Haut brennen und in den Fingern jucken. Du würdest grinsen und wissen was ich fühle.
Ich will eine Leinwand, eine Staffelei, Papier, Graphitstifte, Copics, Aquarellfarben, Tusche, Federn. Ich malte Dir die Welt vor meinen Augen.
Kristallklare schneebedeckte Formen, Tiere, Kontraste. Ich illustrierte unsere Sehnsüchte auf ein Stück Papier. Ich konnte alles photorealistisch zeichnen und ich könnte es wieder lernen, ohne lange zu brauchen.

Diese Nacht ist nicht wie die anderen Nächte der letzten Monate. Die Luft ist kristallklar. Rein. Und der Vollmond erhellt diese Szenerie, voll von weißen Kristallen.

Komm mit! wir begeben uns hinaus, in die nächtliche Natur. Auf den beschneiten Asphalt. Wir ergreifen die verfluchten und heiß geliebten Sterne und wir fressen sie. Sie sind unsere Träume. Und wenn wir nicht jede einzelne Faser unseres Körper dafür verzehren zu realisieren was wir uns erträumen, sind wir elendige Versager die sich selber betrügen.

Party. Haare schütteln. Um sich schlagen. Moshen. Schranzen. Hakken. Den Totengräber machen. Waven. Tektonik. Rumhüpfen auf Indie-Rock. Jive tanzen. Twisten. HipHop tanzen.
28.10.12 22:57


Die Sehnsucht nach dem Unbekannten

Benommen. Klar im Geist. Erklommen. Im Innern weit gereist.
So erblicke ich die alte Gestalt meines Umfeldes in einem weißen Gewand. Die Augen weit geöffnet. Ein milchig trüber Horizont.

Immer weiter, stets vorran. Ein Schritt in die Nebelwand.
Ich bin voller Sehnsucht. Manchmal nenne ich es Glück. Es hat keine Gestalt.
Die Sehnsucht nach dem Unbekannten schickt mich auf eine Suche, welche scheinbar nur zum Selbstzweck existiert.

Und so finde ich neues Wissen, neue Talente, neue Emotionen, neues Leben.
Leben, Leben, Leben
Hingabe
28.10.12 05:07


Graue Silhouetten

Graue Silhouetten.
Eine milchig trübe Wand scheinbar undurchdringlichen Nebels erstreckt sich in Höhen, die sich meiner Vorstellung, nicht aber meinen Sehnsüchten entziehen. Linien. Abstufungen. Formen. Die Grenze zum Fassbaren sind all diese dunklen Flecken. Gleißende Lichter, wie helle Punkte. Durch sie erfüllt sich der Schleier mit Wärme und Leben, seine Anmutung wirkt jedoch umso bedrohlicher. Was ist dahinter? Was ist darüber? Ich möchte das dreieckige Fenster schließen. Ich mag es mir vorzustellen, wie der Dunst in mein Zimmer kriecht, mich umgibt, bis ich nicht mehr imstande bin die Hand vor Augen zu erkennen, ganz gleich, wie fest ich sie mir auch in's Gesicht presste. Ich wäre der Hilflosigkeit einer Erblindung ausgesetzt. Doch bleibt dieser Schleier fern, steht in seiner Erhabenheit über meinem Blickfeld.
Dieses Zimmer ist nicht erfüllt von einem undurchsichtigen Dunst. Wenn ich nach draußen blicke, ist es mir, als wäre er längst in mir. Und in meinem Kopf.
Es beschäftigen mich Dinge. Und ich möchte nicht mehr alleine existieren.

Es ist möglich, dass ich mich nicht mehr alleine fühle. Doch Deine Hand reicht hierfür nicht aus. Schenke mir Deinen Geist. Deine Aufrichtigkeit. Dein grundehrliches kindhaftes Vertrauen. Ich bin ermüdet. Ermüdet davon Dinge aufzugeben an denen ich gearbeitet habe. Ich bin wertvoll. Ich opfere mich nicht auf, für etwas ohne Aussicht.

Und du bist wertvoll, weil ich dich ausgesucht habe.
22.10.12 23:44


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