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Ende.

Hallo Fremde(r),

ich weiß nicht, wen dies hier überhaupt gekümmert hat, aber um's kurz zu machen: Das ist das Ende dieses Weblogs. Sämtliche Texte sind nun gelöscht.

Wie kam es dazu?

Die kurze Geschichte:
Katharina hat mich vor 10 Jahren dazu inspiriert, hier zu bloggen. Ich habe mir eben bewusst gemacht, dass sie selbst hier seit ca. 8 Jahren nichts mehr schreibt. Und das ist auch richtig so. So ein Tagebuch hat etwas mit Zurückschauen und dem Leben in der Vergangenheit zutun. Und, das ist schlecht für die Psyche.

Mehr:
Seit ich denken kann, habe ich Probleme mit meinen Emotionen und bin überaus sensibel. Daher habe ich immer das Verlangen, mich irgendwie auszudrücken. Ich habe gemalt, Texte geschrieben und musiziert (Das Musizieren blieb). Ich habe versucht, mich selbst kennenzulernen mit gedanklichen Reisen und philosophischen Experimenten und habe Fetzen davon hier niedergeschrieben. Das war außerordentlich schädlich für mich, aus einigen Gründen. Der wichtigste Grund ist, dass das Leben in der Vergangenheit schädlich ist. Ich hatte Angst vor Veränderung.
Darüber hinaus habe ich in diesem Blog poetische mit philosophischen Ansätzen vermengt, oder stattdessen aus meinem Leben erzählt. Eine klare Linie gab es ohnehin nicht. Es war schlicht ein Ventil, um die eigene Negativität zu verarbeiten.

Das hier soll keine Analyse von mir selbst werden. Sagen wir kurz: Ich hatte vor vielem Angst, vor mehr als nur der Veränderung. Hauptsächlich vor dem Schwinden meines Bewusstseins habe ich mich gefürchtet. Das ist die Essenz dessen, wofür ich ein Ventil suchte; Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit.

Natürlich ist das alles mit den Jahren marode geworden. Ich habe mich in weitere Beziehungen gestürzt; in Liebe, Affären und Freundschaft. Ich bin gewachsen. Und das ist der Punkt. Ich wuchs, ohne zu wissen, dass es darauf tatsächlich ankommt.

Wir wachsen. Wir können uns nicht ändern, und niemand hat uns gemacht. Wir wachsen aus uns selbst heraus und durch uns selbst. So bin auch ich gewachsen. Und ich konnte nun guten Gewissens all diese Texte der Trauer aus dem Angesicht des Internets tilgen.

Die wichtigsten Erkenntnisse, die mich mein weiteres Leben begleiten werden:
- Ich bin ungeteilt: Mein Geist und mein Körper sind eins. Ich und meine Umwelt sind eins.
- Es ist eine Illusion, dass man sich selbst verbessern kann: Man kann sich nicht verbessern, denn das ICH, dass sich selbst verbessern möchte, ist gleichzeitig das unvollständige ICH, das verbessert werden soll. Ein weiterer Zirkelschluss, der erkannt und beseitigt werden muss. Akzeptiere stattdessen, dass Du längst besser bist.
- Wenn Du etwas tust, stehe nicht außer Dir und beurteile Dich dabei selbst. Sei zu hundert Prozent bei der Sache, die Du tust.
- Es existiert nur das ewige Jetzt. Gedanken an Zukunft und Vergangenheit sind Illusionen und Erfahrungen im JETZT.
- Ich muss des jetzigen Moments gewahr sein und so wenig wie möglich träumen. Ich muss achtsam sein.

Wie geht's weiter? Ich versuche mit dem neu gewonnenen Fokus produktiv zu sein. Ich will Musik (Rock/Metal, Electronic) schreiben, und auf die ein oder andere Art publizieren. Um Geld geht es dabei eigentlich nicht. Ich will auf der Bühne vor Leuten musizieren, weil es mich immer glücklich gemacht hat, Konzerte zu geben.

Keine Träne, keine Reue, kein Zögern, auf geht's, Vollgas

Grüße,
Moritz
9.4.18 00:55





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