Graue Silhouetten

Graue Silhouetten.
Eine milchig trübe Wand scheinbar undurchdringlichen Nebels erstreckt sich in Höhen, die sich meiner Vorstellung, nicht aber meinen Sehnsüchten entziehen. Linien. Abstufungen. Formen. Die Grenze zum Fassbaren sind all diese dunklen Flecken. Gleißende Lichter, wie helle Punkte. Durch sie erfüllt sich der Schleier mit Wärme und Leben, seine Anmutung wirkt jedoch umso bedrohlicher. Was ist dahinter? Was ist darüber? Ich möchte das dreieckige Fenster schließen. Ich mag es mir vorzustellen, wie der Dunst in mein Zimmer kriecht, mich umgibt, bis ich nicht mehr imstande bin die Hand vor Augen zu erkennen, ganz gleich, wie fest ich sie mir auch in's Gesicht presste. Ich wäre der Hilflosigkeit einer Erblindung ausgesetzt. Doch bleibt dieser Schleier fern, steht in seiner Erhabenheit über meinem Blickfeld.
Dieses Zimmer ist nicht erfüllt von einem undurchsichtigen Dunst. Wenn ich nach draußen blicke, ist es mir, als wäre er längst in mir. Und in meinem Kopf.
Es beschäftigen mich Dinge. Und ich möchte nicht mehr alleine existieren.

Es ist möglich, dass ich mich nicht mehr alleine fühle. Doch Deine Hand reicht hierfür nicht aus. Schenke mir Deinen Geist. Deine Aufrichtigkeit. Dein grundehrliches kindhaftes Vertrauen. Ich bin ermüdet. Ermüdet davon Dinge aufzugeben an denen ich gearbeitet habe. Ich bin wertvoll. Ich opfere mich nicht auf, für etwas ohne Aussicht.

Und du bist wertvoll, weil ich dich ausgesucht habe.
22.10.12 23:44
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(23.10.12 19:33)
es ist ein unfassbar schwerer schritt.aber ich werde ihn wagen,diesen schritt.ich werde dir die hand reichen.

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