Irgendwann finde ich mich selbst

Meine Welt ist so groß wie meine Augen reichen.

Die Ferne hat sich abgeneigt und mir den Rücken zugedreht. Ich dringe nicht mehr zu meiner Inspiration durch.
Vor diesem Tor zur Außenwelt bietet sich mir ein trister und karger Anblick. Was ich zu sehen meine gleicht einem Trugbild; so statisch, unbeweglich und kalt fühlt es sich an. Es ist still. Der Frost ergreift alles was er erhaschen kann mit seinen knochigen Fingern. Die Texturen vor meinen Augen sind mit einer weißen Schicht überdeckt, wodurch es ihnen nicht mehr gelingt sich ausreichend voneinander abzuheben.

Oft zeigte mir das Tor großartige Szenerien; tiefe Farbverläufe umhüllt von dichten Nebeln. Darin gab es sachte Konturen und Linien zu erkennen. Doch heute ist die Welt dort so unwirklich, dass ich zu bezweifeln beginne ob sie überhaupt noch existiert. Und wenn ich die Arme ausbreitete und durch das Tor trat um mich mit den Beinen weit abzustoßen, so landete ich wahrscheinlich im ewigen Nichts. Vielleicht landete ich jedoch dumpf und schwer und endete als ein Teil dieser Welt.

Was auch immer es sein mag, es blockiert meine Gefühlswelt. Mein Inneres wird stumm. Und ich realisiere viel zu spät, dass ich längst ein Teil dessen gewesen bin was ich hinter jenem Tor beobachtete. Ich werde das nicht zulassen.

Bald werden meine Träume Inspiration. Meine Gefühle werden Melodien. Ich werde mich auflösen und in diese Welt entsenden.
Und dann wird sie sicher wieder erwachen.
22.1.15 00:58
 


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M0dini0 / Website (22.1.15 02:16)


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