Aufbruch

Das Leben ist ein Rollenspiel.

Was? ...

Und da dem so ist, bemerke ich, dass ich mich noch immer am Startpunkt befinde.

Das hört sich nach Zeit an, die für immer Verloren ist. Es betrübt mich.

Mein Herz schreit danach, ihn endgültig zu verlassen.

Was diese Stimme spricht kommt mir so vertraut vor.

Habe ich Angst vor der Welt, da ich noch immer hier verweile?

Ich weiß es nicht genau. Ich hatte damals diese Angst. Sie ist bestimmt noch immer in mir; im Unterbewusstsein.

Ich weiß es nun: Du bist ich vor 3 Jahren. Ich war 25 Jahre alt, war ergriffen von dieser Trauer. Es war dieses Haus, dieses Zimmer und diese Erinnerungen. Es war die Gefangenheit in Filmen und bewegten Bildern in meinem Kopf; gepaart mit der Erkenntnis der Realität. Was war wich dem was kam. Zugehörigkeit wich der Einsamkeit.

Liebe Stimme, ich erdachte Dich genau in diesem Zimmer. Es ist das Zimmer in welchem ich mich jetzt gerade befinde. Es steht leer. Es ist trostlos. Es gab für mich keine Lösung. Ich war für mein Begreifen dazu verdammt immer mehr Zeit zu verlieren, bis es zu spät für mich ist.

Ich möchte Dir nun etwas mitteilen. Du kannst nun gehen. Die Seufzer deines Echos, die mich stets verfolgten sind verblasst. Lege Dich zur Ruhe. Ich habe die Reise meines Rollenspiels begonnen. Ich habe eine Wohnung in Stuttgart und bin nur noch zwei, drei Tage hier. Mein Bachelor Studium habe ich in einem Jahr komplett abgeschlossen. Ich verlasse Dich nun und halte nicht mehr an Dir fest

Ich bin fertig mit diesem Ort. Ich bin der letzte Zurückgebliebene, welchem er noch etwas bedeutet hat.

8.10.15 01:09
 


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(10.10.15 14:13)
Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Du bist bestimmt Großes zu vollbringen. Freue dich, genieße es, lebe.

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